Das Lymphödem

Das Lymphgefäßsystem ist wie eine Einbahnstraße angelegt. Die Sondermüllabfuhr des Körpers transportiert täglich etwa vier Liter Gewebeflüssigkeit. Sie ist eine Mischung aus Eiweiß, Stoffwechselabfällen, Fett und Wasser. In den Lymphknoten wird die Gewebeflüssigkeit gespeichert und gefiltert, bevor sie in das Venensystem des Körpers mündet. Wenn das Lymphgefäßsystem beeinträchtigt ist, staut sich die Flüssigkeit im Gewebe.

 

Lymphödeme entstehen häufig an Körperteilen, an dem der Lymphabfluss beeinträchtigt ist. Dies entsteht durch eine Operation bei der die Lymphknoten entfernt werden. Dazu gehören besonders die Arme und Beine.

 

Das primäre Lymphödem

Die Ursachen für primäre Lymphödeme sind angeborene Fehlbildungen des Lymphsystems. So können z.B. zu wenige Lymphgefäße oder Lymphknoten vorhanden sein oder eine Verhärtung der Lymphknoten bestehen.

 

Das sekundäre Lymphödem

Unter sekundären Lymphödemen verstehen Experten zum einen Lymphödeme als Folge von Lymphknotenentfernungen nach bösartigen Krebserkrankungen oder Verletzungen z.B. Knochenbrüche, Quetschungen, Verbrennungen oder Operationen und zum anderen Lymphödeme in Form von bösartigen Geschwulsten, die ein Lymphgefäßbündel zusammendrücken.