Hilfe für Ödempatienten - Pressemitteilung, September 2010

Gründungsveranstaltung Lymph-Forum Chemnitz Am Mittwoch den 1. September gründeten Dr. med. Dieter Jäckel (Phlebologe, Facharzt Gefäßchirurgie Maveus-Praxisklinik Chemnitz), Geschäftsführerin Bärbel Schindler und Vertriebsleiter Daniel Rekowski vom Gesundheitsdienstleister Reha-aktiv in Chemnitz das Lymph-Forum Chemnitz.

Weitere Partner des Lymph-Forums sind das Chemnitzer Therapiezentrum ADMEDIA, Lymphologic Deutschland und medi - Hersteller von medizinischen Kompressionsstrümpfen. Mit dem Lymph-Forum verfolgen die Gründer ein gemeinsames Ziel: Lymphpatienten wieder Lebensqualität zu schenken.

Das Lymph-Forum Chemnitz zeigt Patienten den Weg zur optimalen lymphatischen Versorgung auf. Die flächendeckende Zusammenarbeit auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau optimiert die Abstimmung und Versorgung von Krankenkassen, Medizinern, Therapeuten, medizinischem Fachhandel, damit Patienten erfolgreich therapiert werden. Davon profitieren nicht nur Betroffene, sondern vom effektiven Kosteneinsatz auch Kostenträger bzw. Krankenkassen.

Interessierte erhalten Information über das Lymph-Forum Chemnitz im Kundencenter der Reha-aktiv GmbH, Goethestraße 7 in Chemnitz (kostenlose Hotline: 0800 / 000 99 98). Den Ratgeber „Stau im Gewebe - Lymphödeme, Lipödeme“ können sich Betroffene dort kostenlos abholen.

Hintergrundinformation

Lymphatische Erkrankungen: Wenig bekannt – gut therapierbar Das Lymphgefäßsystem ist wie eine Einbahnstraße angelegt. Die Sondermüllabfuhr des Körpers transportiert täglich etwa vier Liter Gewebeflüssigkeit. Sie ist eine Mischung aus Eiweiß, Stoffwechselabfällen, Fett und Wasser. In den Lymphknoten wird die Gewebeflüssigkeit gespeichert und gefiltert, bevor sie in das Venensystem des Körpers mündet. Wenn das Lymphgefäßsystem beeinträchtigt ist, staut sich die Flüssigkeit im Gewebe.

Eine angeborene Störung, Operations- oder Verletzungsfolgen können die Ursachen sein. Anfangs zeigt sich die Schwellung – das Lymphödem – oft nur am Abend. Sie bildet sich zurück, wenn Bein oder Arm hoch gelagert werden. Im weiteren Verlauf bleibt die Schwellung dauerhaft und Hautveränderungen können hinzukommen. Der Arzt kann erkennen, ob tatsächlich ein Lymphödem vorliegt - in neun von zehn Fällen sind Frauen betroffen.

Lymphödeme können mit Komplexer Physikalischer Entstauungstherapie (KPE) behandelt werden. Lymphdrainagen entstauen die durch Lymphflüssigkeit angeschwollenen Extremitäten. Direkt danach werden Kompressionsbandagen und flachgestrickte Kompressionsstrümpfe (z. B. mediven 550) angelegt, damit sich nicht wieder Flüssigkeit im Gewebe ansammelt. Die flachgestrickten Kompressionsstrümpfe werden individuell nach den Körpermaßen der Patienten gefertigt. Sie haben in der Leiste und in den Kniekehlen besondere Strickzonen für viel Tragekomfort und sind auch bei hohen Temperaturen klimaausgleichend. Ohne die Bandagen oder Strümpfe bleibt die Lymphdrainage wirkungslos. Gymnastik oder Nordic Walking regt die Lymphgefäße bei ihrer Arbeit an und fördert gleichzeitig die Beweglichkeit und den Muskelaufbau. Surftipp für mehr Informationen: www.medi.de.